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Straftäter bestrafen? Ja oder nein?

 

Wie entscheiden Sie?

 

Mit Erschrecken nehmen wir – die Friseurinnung Düsseldorf- zur Kenntnis, dass trotz Verbot und hoher Strafandrohung, etliche Berufskollegen/innen weiterhin beruflich tätig sind. Das betrifft Mitarbeiter und Selbstständige gleichermaßen.

Schwarzarbeit ist eine Straftat!

Ebenso erschrocken sind wir über die Tatsache, dass diese Friseure vielfach im Kollegenkreis verteidigt werden. Die Aufforderung Schwarzarbeit zu melden, wird in vielen Social- Media- Plattformen mit bösen Kommentaren abgestraft.

 

Seit Jahren geht es dem Friseurhandwerk immer schlechter, die Gründe sind bekannt und müssen hier nicht diskutiert werden.  Mindestens genauso lange unterstützen Innungen und Verbände ihre Mitglieder. Wichtige Informationen, neue Gesetze und Handlungsleitfäden werden unseren Mitgliedern zur Verfügung gestellt. Immer wieder gehen wir mit der Politik in den Dialog, um auf unsere speziellen Probleme hinzuweisen.

Wie aber soll Solidarität und gegenseitiger Respekt funktionieren, wenn sich die, welche sich über Regeln und Gesetze unserer Gesellschaft hinwegsetzen und ihr Schaden zufügen, in den Schutz dieser Gemeinschaft fliehen und ihn bekommen?

 

Auch wir im Innungsvorstand müssen uns in dieser Krise mit den gleichen Problemen wie alle Friseure herumschlagen. Auch wir erhalten ALG II, Soforthilfe oder irgendwann Überbrückungshilfe und wir warten, ärgern uns, genau wie Ihr.

Aber wir wissen auch, dass Hilfe kommt, auch wenn es dauert. Wir wissen: in Deutschland wird kein Mensch verhungern müssen. Ja, wir werden durch diese Pandemie alle ein Stück ärmer, aber daraus lässt sich nicht das Recht ableiten, straffällig werden zu dürfen.


Wer meint, es dennoch zu müssen, der muss für sein Handeln die Konsequenzen tragen.
Ob er aber den Schutz der Gemeinschaft - die er durch sein Tun schädigt - Schutz erwarten kann, das ist eine andere Frage.

 

Schwarzgeld und Schwarzarbeit sind Straftaten und haben krasse gesellschaftliche Folgen!
Auch wenn es sich dabei manchmal nur um Kleinstbeträge handelt ergibt sich hieraus ein riesiger gesamtwirtschaftlicher Schaden mit entsprechenden Folgen!

 

Seit 20 Jahren wissen wir, dass die Gefahr einer Pandemie droht.
Seit 20 Jahren warnen Forscher, fordern Finanzmittel, um Gegenmittel bereitstellen zu können.

Seit 20 Jahren standen wegen leerer Kassen keine Gelder zur Verfügung.

1.000 Milliarden €uro werden europaweit, jährlich am Finanzamt vorbei jongliert.

1.000 Milliarden €uro Steuersparmodelle, Schwarzgeld, Schwarzarbeit, Globalplayer, Banken, Bürger    

1.000 Milliarden €uro die dem Allgemeinwohl fehlen.

1.000 Milliarden €uro Jahr für Jahr, macht in 20 Jahren 20.000 Milliarden €uro.

 

Ein Bruchteil dessen, rechtzeitig zur Verfügung, hätte uns diese Pandemie ersparen können.                                 

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